Fragen und Antworten
Stand: September 2026
Über examundo entscheiden meistens zwei Menschen: eine Lehrkraft, die es ausprobieren möchte, und eine Schulleitung oder Datenschutzbeauftragte, die es erlauben soll. Diese Seite beantwortet beide Hälften getrennt. Verbindlich sind die Datenschutzerklärung, die AGB und der Auftragsverarbeitungsvertrag.
Ausprobieren und im Unterricht einsetzen
Was der Einstieg kostet, wie eine Klasse hineinkommt und was die KI im Korrekturstapel tut.
01Was kostet examundo, und was ist in den ersten 90 Tagen enthalten?
Jedes Konto startet mit 90 kostenlosen Tagen, und zwar mit dem vollen Funktionsumfang von Pro: alle Aufgabentypen, KI-Bewertung und Vorkorrektur, Live-Dashboard. Zahlungsdaten brauchen Sie dafür nicht. Abgebucht wird erst, wenn Sie selbst eine Zahlungsart hinterlegen.
Danach gilt der Einführungspreis: 18 Euro pro Lehrkraft und Monat oder 144 Euro pro Jahr, für Kollegien ab drei Sitzen 15 Euro beziehungsweise 120 Euro, jeweils einschließlich der Umsatzsteuer. Der Vertrag ist monatlich kündbar. Endet die Testphase, ohne dass eine Zahlungsart hinterlegt ist, wechselt das Konto in einen lesenden Modus: Klausuren, Ergebnisse und Berichte bleiben einsehbar und exportierbar, das Erstellen, Bearbeiten und Bewerten ist gesperrt. Laufende Klausuren sind davon nicht betroffen. Die Einzelheiten stehen in den AGB.
02Brauchen Schülerinnen und Schüler ein Konto oder eine E-Mail-Adresse?
Nein. Der Zugang zu einer Klausur läuft über einen Zugangscode, den Sie ausgeben. Die Sitzung auf exam.examundo.com ist vorübergehend und endet mit der Abgabe. Für das Schülerportal auf student.examundo.com gibt es zusätzlich einen dauerhaften, pseudonymen Zugang aus Kennung und Login-Code. Mehrere Zugangscodes lassen sich zu einem Zugang verknüpfen, sodass Ergebnisse aus mehreren Fächern und von mehreren Lehrkräften an einer Stelle liegen.
Zu sehen bekommen Schülerinnen und Schüler ihre Aufgaben, die Restzeit und, sobald Sie sie freigeben, ihre eigenen Ergebnisse mit Punkten, Note und Ihrer Rückmeldung. Beim ersten Login bestätigen sie mit einem Auswahlkästchen, dass ihre Antworten zur Bewertung an einen KI-Dienst übermittelt werden.
03Wie geht examundo mit Täuschungsversuchen um?
Während der Bearbeitung laufen am Rechner ein erzwungener Vollbildmodus, die Erkennung von Tab- und Fensterwechseln, eine Sperre für Kopieren und Einfügen sowie eine Sperre für Kontextmenü, Entwicklerwerkzeuge und Diktierfunktion. Verlässt jemand das Vollbild, legt sich eine Sperrfläche über die Klausur, bis er zurückkehrt. Verstöße werden gezählt und angezeigt: nach dem dritten wird die Klausur gesperrt, und nur Sie heben die Sperre wieder auf. Im Live-Dashboard erscheinen Vorfälle sofort, jede Abgabe bekommt einen Integritätsbericht mit Zeitstempeln, und die automatische Zwischenspeicherung hält den Eingabeverlauf für die Plausibilitätsprüfung fest.
Dabei bleibt es beim Browser: examundo sieht das Fenster, in dem geschrieben wird, nicht den Raum darum herum. Ein zweites Gerät auf dem Schoß, ein Blick auf das Nachbarheft oder ein Zettel in der Tasche liegen außerhalb dessen, was Software erkennen kann. Die Aufsicht bleibt bei Ihnen; examundo liefert Ihnen die technischen Auffälligkeiten mit Zeitstempel dazu, damit Sie im Zweifel etwas in der Hand haben.
04Funktionieren Klausuren auf Papier weiterhin?
Ja. Dieselbe Klausur lässt sich drucken und ganz normal im Raum schreiben. Auf jedem Blatt stehen Eckmarken und QR-Codes. Nach der Arbeit scannen Sie den Stapel und laden ihn als PDF oder Bild hoch.
Die Zuordnung läuft über diese QR-Codes: examundo entzerrt jede Seite, liest daraus den Zugangscode und die Aufgabe, gruppiert die Seiten zu Abgaben und legt sie in derselben Form ab wie eine digitale Abgabe. Die Antworten werden ausgelesen und bewertet, das gescannte Original steht bei der Korrektur daneben, sodass Sie die Handschrift sehen. Ein Name auf dem Deckblatt spielt für die Zuordnung keine Rolle.
05Was entscheidet die KI, und was entscheiden Sie?
Die KI bewertet Freitext- und Kurzantworten vor und schlägt Punkte und einen Kommentar vor. Bei den automatisch korrigierten Aufgabentypen, etwa Multiple Choice, Lückentext, Vokabeln oder Rechenaufgaben, wird gegen die Lösung geprüft, die Sie hinterlegt haben. In beiden Fällen ist das ein Vorschlag, den Sie bestätigen oder ändern. Eine Note wird erst auf Ihr Signal freigegeben.
Damit findet keine ausschließlich automatisierte Entscheidung im Sinne des Art. 22 DSGVO statt. Die pädagogische Verantwortung bleibt bei Ihnen, so steht es auch in Ziffer 6 der AGB. Die KI-gestützten Funktionen lassen sich pro Klausur abschalten.
06Was, wenn ein KI-Vorschlag falsch ist?
Dann korrigieren Sie ihn: Punkte anpassen, Kommentar überschreiben, eine Teillösung nachträglich akzeptieren. Der Konsistenz-Abgleich zeigt Ihnen zusätzlich, wo gleiche Antworten unterschiedlich bewertet wurden, über die ganze Klasse hinweg.
Jede Änderung an einer Bewertung steht mit handelnder Person und Zeitpunkt im Protokoll, eine Korrektur lässt sich also später nachvollziehen. Für die inhaltliche Richtigkeit der Vorschläge übernehmen wir keine Gewähr, sie sind ausdrücklich eine Hilfestellung und keine Prüfungsentscheidung.
07Läuft examundo auf Tablet oder Telefon?
examundo läuft im Browser, ohne Installation und ohne App. Schülerinnen und Schüler können eine Klausur auf einem Tablet schreiben, das Schülerportal ist auch auf dem Telefon benutzbar.
Auf Geräten mit Touch-Bedienung erkennt examundo App- und Tabwechsel weiterhin über den Sichtbarkeitsstatus des Fensters. Der erzwungene Vollbildmodus ist eine Funktion der Browser auf Rechnern und Laptops; dort ist der Täuschungsschutz also strenger. Für das Erstellen und Korrigieren empfiehlt sich ohnehin ein größerer Bildschirm.
08Was passiert mit meinen Daten, wenn ich aufhöre oder die Schule wechsle?
Das Konto gehört Ihnen persönlich. Unter Profil, Bereich Daten, laden Sie jederzeit einen vollständigen Export Ihrer Daten herunter und löschen dort auch das Konto selbst. Die Löschung ist endgültig und umfasst Klausuren, Fragen, Klassen, Pseudonyme samt den verschlüsselten Namen, Ihren Namensschlüssel, Abgaben, Bewertungen, Notenbuch, Pinnwände und hochgeladene Dateien. Erhalten bleiben Rechnungen, weil das Steuerrecht sie bis zu zehn Jahre verlangt (§ 147 AO, § 14b UStG). Wer noch Eigentümerin oder Eigentümer eines Teams ist, übergibt es vorher an ein anderes Mitglied oder löscht es.
Einzelne Klausuren und Klassen löschen Sie ohnehin jederzeit selbst, einschließlich der zugehörigen Abgaben, Bewertungen und Dateien. Beim Schulwechsel endet mit dem Sitz die Zugehörigkeit zum Schulteam. Das persönliche Konto bleibt bestehen, die im Auftrag der Schule verarbeiteten Daten verbleiben beim Schulteam.
Erlauben und einführen
Wo die Daten liegen, was an ein KI-Modell geht, wer nach der DSGVO wofür verantwortlich ist und wie eine Schule startet.
01Wo liegen die Daten, und was ist verschlüsselt?
Auf Servern der Hetzner Online GmbH im Rechenzentrum Falkenstein in Deutschland, in einer containerisierten Umgebung. Mit Hetzner besteht ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Klausuren, Aufgaben und Bewertungen liegen in einer PostgreSQL-Datenbank, Anhänge, Bilder und Aufnahmen in einem Objektspeicher auf demselben Server. Gesichert wird nächtlich; eine vor der Übertragung verschlüsselte Kopie liegt auf einem getrennten Speicher in Deutschland. Alle Verbindungen sind mit TLS verschlüsselt.
Schülernamen sind zusätzlich Ende zu Ende verschlüsselt. Die Verschlüsselung passiert im Browser der Lehrkraft, das Tresor-Passwort bleibt bei ihr. Auf dem Server liegen nur Pseudonyme und das Chiffrat, examundo kann die Klarnamen nicht lesen.
Diese Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gilt für die Namen. Antworten und Bewertungen sind nicht Ende zu Ende verschlüsselt, sonst könnten sie nicht bewertet werden. Sie werden verschlüsselt übertragen (TLS), pseudonymisiert gespeichert und für die Leistungserbringung verarbeitet. Ausführlich steht das im Trust Center.
02Welche Daten erreichen ein KI-Modell?
Übermittelt werden der Antworttext, die Aufgabenstellung, der Erwartungshorizont und die Bewertungskriterien, dazu die Klassenstufe. Die Antworten der Schülerinnen und Schüler erreichen also ein Modell. Ihre Identität erreicht es nicht: Namen, E-Mail-Adressen, die Klassen- und Schulbezeichnung und die internen Kennungen bleiben hier. Auch beim Einlesen von Papierklausuren geht kein Deckblatt an ein Modell, die Zuordnung läuft über den QR-Code auf dem Heft.
Die Anbindung läuft über ein eigenes KI-Gateway an den Vermittlungsdienst OpenRouter mit EU-Routing, die Modelle werden in der EU betrieben. Jede Anfrage trägt die Vorgabe, dass die Inhalte nicht für das Training von Modellen verwendet werden dürfen; findet sich kein Anbieter, der das zusichert, bricht die Anfrage ab. Das Gateway protokolliert Metadaten wie Token, Kosten und Dauer, keine Inhalte, auch nicht im Fehlerfall. Eine Übermittlung in ein Drittland kann bei der Verarbeitung durch die Anbieter erfolgen; sie stützt sich auf geeignete Garantien nach Kapitel V DSGVO.
Vor der ersten Bearbeitung willigen die Schülerinnen und Schüler in diese Übermittlung ein. Untersagt die Schule die Nutzung der KI-Funktionen, entfallen die Übermittlungen vollständig, der Betrieb der übrigen Funktionen bleibt davon unberührt.
03Was muss die Schule vor dem Einsatz klären?
Für die Daten der Schülerinnen und Schüler ist die Schule beziehungsweise die Lehrkraft Verantwortliche im Sinne der DSGVO, examundo ist Auftragsverarbeiter und verarbeitet nach dokumentierten Weisungen. Der Vertrag nach Art. 28 DSGVO ist Anlage 1 der AGB und wird mit deren Annahme geschlossen. Schulen und Schulträger, die eine unterzeichnete Fassung wünschen, erhalten sie unter privacy@examundo.com.
Aus dieser Rolle folgt der Teil, der bei der Schule liegt: Die landesrechtlichen Vorgaben zum Schuldatenschutz gelten weiter, und sie unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Je nach Land sind eine Freigabe durch die Schulleitung oder den Schulträger, die Beteiligung der oder des Datenschutzbeauftragten oder eine Aufnahme in das eigene Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten nötig, bevor ein externer Dienst im Unterricht eingesetzt wird. Einwilligungen von Erziehungsberechtigten holt die Schule ein, wo sie erforderlich sind. Für diese Schritte stellen wir die Unterlagen bereit, die Entscheidung selbst trifft die Schule.
04Welche Unterlagen bekommt die Schule?
Zum Herunterladen bereit stehen der Auftragsverarbeitungsvertrag mit den technischen und organisatorischen Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO und den genehmigten Unterauftragsverarbeitern, das Datenschutz-Infoblatt für Schulen in einfachen Worten für Kollegium, Datenschutzbeauftragte und Eltern sowie das Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten nach Art. 30 DSGVO.
Eine Schule im Schulpaket erhält zusätzlich die Schulvereinbarung, die Sitze, Pilotphase, Entgelt und Laufzeit festhält. Online finden Sie die Datenschutzerklärung, die AGB und das Trust Center mit Serverstandort, Löschfristen, Dienstleistern und den Maßnahmen im Überblick.
05Was bekommt eine Schule im Pilotjahr, und wie fängt es an?
Das Schulpaket ist ein Schulplan im Team-Tarif für eine vereinbarte Zahl von Sitzen, in der Pilotphase zwölf Monate lang kostenfrei und mit allen Funktionen. Dazu gehören Fachschaften als Teilteams mit geteilten Vorlagen und Fragenbibliothek, Einladungscodes für das Kollegium, die Rollen Eigentümer, Verwaltung und Mitglied samt Protokoll über Bewertungsänderungen und Freigaben, eine feste Ansprechperson bei examundo und ein Video-Call von etwa 30 Minuten zum Einstieg.
Der Weg hinein: eine kurze Mail an hello@examundo.com mit Schule, Ansprechperson und der Zahl der Lehrkräfte. Sie erhalten Infoblatt und Auftragsverarbeitungsvertrag, examundo legt Schulplan, Fachschaften und Rollen an und übergibt die Eigentümerrolle an Ihre Ansprechperson. Das Kollegium tritt mit dem Einladungscode bei, nach dem Onboarding-Call entsteht die erste Klausur.
Die Pilotphase geht nicht automatisch in ein entgeltliches Vertragsverhältnis über. Sie endet nach zwölf Monaten, ohne dass es einer Kündigung bedarf; eine Zahlungspflicht entsteht erst, wenn die Schule die Fortsetzung in Textform bestätigt. Spätestens sechs Wochen vor Ablauf erinnern wir daran.
06Wie zahlen Schulen?
Auf Rechnung an die Schule oder den Schulträger, im Voraus für die jeweilige Abrechnungsperiode, mit ausgewiesener Umsatzsteuer und einem Zahlungsziel von 14 Tagen. Von den Lehrkräften werden dabei keine Zahlungsdaten erhoben. Nach der Pilotphase gilt der Team-Einführungspreis von 15 Euro pro Lehrkraft und Monat oder 120 Euro pro Jahr, ab drei Sitzen, monatlich kündbar. Einzelne Lehrkräfte ohne Schulplan zahlen über den Zahlungsdienstleister Mollie per SEPA-Lastschrift, Kreditkarte oder PayPal.
07Was passiert mit den Daten am Ende des Vertrags?
Der Schulplan wechselt in den lesenden Modus: Klausuren, Ergebnisse und Berichte bleiben einsehbar und exportierbar, das Erstellen, Bearbeiten und Bewerten ist gesperrt. Über die Exportfunktionen kann die Schule ihre Daten jederzeit selbst herausziehen, während der Laufzeit und danach bis zum Ablauf der Frist.
Anschließend werden die Daten gelöscht oder zurückgegeben, nach Wahl der Schule, innerhalb von 30 Tagen nach Ablauf der Mitteilungsfrist. Kopien in Sicherungen werden mit dem regulären Rotationszyklus gelöscht, spätestens nach 90 Tagen. Unabhängig davon gelten die festen Fristen des laufenden Betriebs: Server-Logfiles spätestens nach sieben Tagen, Integritätsdaten des Täuschungsschutzes nach 24 Monaten.
Noch eine Frage offen?
Fragen zum Datenschutz, zum Auftragsverarbeitungsvertrag sowie Auskunfts- und Löschersuchen: privacy@examundo.com. Für alles Übrige, auch für das Schulpaket, erreichen Sie uns unter hello@examundo.com.